3. März: Karneval in Alaior
Tanz und Verkleidungen, Wagen- und Reiterumzug, Wettbewerb für Teilnehmer an den Umzügen und Begräbnis des Carnestolte ' dies sind die Höhepunkte bei den verrücktesten Feiern im Festkalender von Menorca.
CARNAVAL' IN ALAIOR Die Karnevalstradition von Alaior dreht sich um die Figur des Bernat Figuerola. Die Legende will, dass dieser Schuster auswanderte, um sein Glück in Amerika zu versuchen. Nun kehrt er jedes Jahr zum Karneval in seine Heimatstadt zurück. Gezeichnet von einer schweren Krankheit, gibt er den Zeremonienmeister bei allen Faschingsveranstaltungen. Zusehends von seiner Krankheit aufgezehrt, setzt Figuerola am Faschingsdienstag in weiser Voraussicht ein satirisches Testament auf, das auf dem Marktplatz verlesen wird. Schließlich stirbt die Figur, wird von den Flammen eines großen Scheiterhaufens verzehrt und markiert so den Beginn der vorösterlichen Fastenzeit.
Veranstaltungsort: Plaza und Strassen von Alaior
Procesiones en Semana Santa en Menorca.
Prozessionen, Fiestas und Traditionen während der Osterwoche - Menorca
Mit der Osterzeit geht eine Vielzahl von religiösen und nicht-religiösen sowie kulinarischen Traditionen einher. Denn die Karwoche stellt im Jahresverlauf einen festlichen Höhepunkt dar, der gleichermaßen zur Entspannung und zum Genuss eines vielfältigen Angebots an Traditionen und Veranstaltungen einlädt.
Die Osterferien auf den Balearen zu verbringen, ist auch deshalb ein Genuss, weil jetzt die schönste Jahreszeit anbricht oder bereits angebrochen ist: der Frühling. Jetzt bietet das Wetter nach dem milden mediterranen Winter die ersten warmen Tage und Wochen, der Himmel ist strahlend blau. Nach ihrer kurzen Winterruhe erwacht die Natur der Inseln in ihrer ganzen Schönheit zu neuem Leben. Traditionen und Bräuche tun ein Übriges, um die Jahreszeit mit frischen Farben und Aromen zu erfüllen. Die Vielfalt der religiösen Traditionen (Prozessionen oder Davallaments und andere Passionsspiele etwa), österliches Gebäck (Panades, Rubiols, Crespells, Flaó, Formatjades usw.) sowie die Freizeit- und Vergnügungsveranstaltungen (Fira del Ram, Pancaritats, sowie die verschiedensten Shows und Festspiele) – all dies bietet dem Besucher vielfältige Gelegenheit um die Kultur der Balearen näher kennen zu lernen. Viele Urlauber besuchen Jahr für Jahr zur Osterwoche gerne wieder die Illes Balears.
Veranstaltungsort: Diverse Ortschaften dieser spanischen Insel.
Domingo de Pascua: Matances de Bujots en Ciudadela de Menorca
Ostersonntag:Matances de Bujots in Ciutadella Menorca
Am Ostersonntag wird in Ciutadella eine interessante Tradition gepflegt. Sie ist als Matances de Bujots bekannt und besteht darin, in den Straßen bekannte Persönlichkeiten darstellende Puppen aufzuhängen, die anschließend mit Gewehrschüssen zerstört werden.
Bujots bedeutet Hampelmann, ein abfälliges Wort für jemand, der keine Persönlichkeit hat. In Ciutadella sind die Matances de Bujots (Das Hampelmännerschlachten) eine Gelegenheit, es den Politikern zu zeigen, und alle möglichen kritikwürdigen Situationen zu verdammen.
Es steht nichts darüber in den Analen, wahrscheinlich kommt diese Tradition jedoch von einem antiken Brauch, eine Strohpuppe durch die Straßen von Ciutadella zu führen, die daraufhin auf dem Born-Platz verbrannt wurde. Auf einer im Lokal des Cercle Artistic hängenden Photographie von 1883 ist zu sehen, wie eine solche Strohpuppe durch den Ort gezerrt wird.
Auch die Symbolik ist nicht recht klar, alles weist jedoch darauf hin, dass es sich dabei um eine Form handelt, die Fastenzeit voller Dunkelheit und Einschränkungen festlich zu beenden.
Eine Puppe aus Stroh wird zum Buhmann.
Schon lange vor Ostersonntag haben mehrere Einrichtungen und Vereine ihren Bujot fertig, halten ihn aber streng unter Verschluss und zeigen ihn niemandem, bis er an diesem Tag auf die Straßen kommt. Dieser Hampelmann ist aus Stroh und hat ein Schild um den Hals, auf dem mit Witz der Grund für die Verhöhnung verkündet wird.
Die zum Schießen benutzten Patronen werden speziell dafür in Maó hergestellt. Das sind mit ein wenig Pulver gefüllte und einem Stopfen verschlossene Platzpatronen. Geschossen wird in Salven mit Jagdgewehren und auf jeden dieser Hampelmänner werden von vier bis fünf Schützen circa drei Hundert Schüsse abgegeben.
Beginn ist um 12 Uhr und dann erfüllt sich Ciutadella mit ohrenbetäubendem Lärm. Die Schüsse hören nicht auf, bis der Hampelmann von den Pulverladungen zerstört lodernd herunterfällt, was mehr oder weniger zehn Minuten dauert.
Mit dieser seltsamen Tradition beenden die Leute von Ciutadella die Fastenzeit gereinigt und frei von bösen Omen.
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